FAQ

Wann werden die ambulanten Pauschalen eingeführt?

Ursprünglich planten die Tarifpartner santésuisse, FMCH und H+ die Einführung des ambulanten Pauschalensystems per 01.01.2024.

Ursprüngliche Planung Einführung

Die kürzlich angelaufenen Arbeiten an den Rahmenbedingungen und Grundsätzen für die nationale ambulante Tariforganisation haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Weiterentwicklung und Einführungsplanung des ambulanten Pauschalensystems. Der Verwaltungsrat der solutions tarifaires suisses AG überprüft zurzeit die Gesamtplanung. Sobald Entscheide dazu vorliegen, wird die solutions tarifaires suisses AG weitere Informationen zur Einführungsplanung auf der Homepage publizieren.

Auf welcher Datengrundlage basieren die ambulanten Pauschalen?

Das ambulante Pauschalensystem basiert auf der Grundlage von realen ambulanten, fallbezogenen Kosten- und Leistungsdaten der Leistungserbringer. Zurzeit sind dies ambulante Kosten- und Leistungsdaten aus Spitälern. Diese Daten basieren auf REKOLE, der offiziell anerkannten Branchenlösung für das betriebliche Rechnungswesen im Spital (weitere Informationen zu REKOLE sind hier zu finden). 

Die Tarifpartner haben sich darauf geeinigt, dass die Kostenanteile für jede Pauschale bei der Tarifeinführung transparent in einem Datenspiegel ausgewiesen werden. 

Weitere Datenquellen sind möglich und können über die Trägerorganisationen der solutions tarifaires suisses AG zur Prüfung vorgeschlagen werden.

Hinweis: Zusätzlich zu obigen Ausführungen hat der Verwaltungsrat der solutions tarifaires suisses AG Grundsätze zur Datengrundlage vereinbart. Diese sind auf den Seiten 4 und 9 der Präsentation zu den im April 2022 verabschiedeten Grundsätzen zu finden: Verabschiedete Grundsätze (April 2022).

 

Wie werden die ambulanten Pauschalen berechnet?

Die Patientenfälle in den Spitälern werden anhand verschiedener Merkmale (wie z.B. durchgeführte Prozeduren, Alter, Geschlecht, etc.) in möglichst ähnliche Gruppen sortiert. Diese Gruppen werden Basisfallgruppen genannt. Innerhalb einer Basisfallgruppe können die Patientenfälle beliebig nach weiteren Merkmalen in sogenannte Fallgruppen sortiert werden. Ziel ist es, dass die Patientenfälle in jeder Fallgruppe möglichst ähnlich sind. 

Jeder (anonymisierte) Patientenfall umfasst zusätzlich die Informationen zu den Kosten, die dem jeweiligen Spital für die Erbringung der Leistung entstanden. Es handelt sich also um real aufgetretene Kosten, die nach offizieller Methodik erhoben wurden. Über die oben beschriebene Sortierung der möglichst gleichartigen Patientenfälle in die Fallgruppen lassen sich die durchschnittlichen Kosten jeder Fallgruppe berechnen. 

Hinweis: Bitte beachten Sie die Erläuterungen zu den Berechnungen auf den Seiten 10 - 12 in der Basispräsentation: Basispräsentation ambulante Pauschalen.